Düsseldorfer Club für Rasenspiele linksrheinisch 1919 e.V.

Kick it social
 

Geschichte des D.C.f.R. links

In der wechselvollen Geschichte des Vereins waren glanzvolle Höhepunkte zu verzeichnen; doch sein Weg führte auch durch manch tiefes Tal. Mit einem hohen Maß an Idealismus konnten schwere Zeiten überstanden und die Entwicklung des Vereins positiv gestaltet worden.

Am 14. Januar 1919 unter dem Namen “Sportverein Düsseldorf 1919 links” gegründet und am 19.Februar 1919 in den damaligen Westdeutschen Spielverband aufgenommen, begann unser Verein seinen Spielbetrieb im Gladbach-Krefeld Kreis, da wegen der Besetzung des linken Rheingebietes durch belgische Truppen ein Spielverkehr mit den Vereinen auf der rechten Rheinseite nicht möglich war.

Die Spiele wurden zunächst auf dem Sportplatz im Innenraum der Radrennbahn an der Sportstraße ausgetragen. Aber bereits 1921 hatten die Mitglieder in freiwilliger Arbeit den Sportplatz am Heerdter Krankenhaus fertiggestellt. Dort errang die 1. Mannschaft der Düsseldorfer B-Klasse und stieg in die damalige Kreisklasse auf, der man lange Jahre mit wechselndem Erfolg angehörte. In die Zeit fällt auch die Umbenennung des Vereins in “Düsseldorfer Club für Rasenspiele Linksrheinisch 1919” und die Gründung einer Handball-Abteilung im Jahre 1929. Einen besonderen Aufschwung nahm diese junge Abteilung, als sie 1933 bei der Auflösung des linksrheinischen Arbeitersportvereins dessen Handballabteilung geschlossen aufnehmen konnte. Einen sportlichen Höhepunkt erlebte der Verein in der Spielsaison 1938/1939. Die 1. Fußballmannschaft errang ungeschlagen die Meisterschaft der Düsseldorfer Kreisklasse. Dabei gehörten die Lokaltreffen mit dem SSV Oberkassel, die jeweils von über 1.000 Zuschauern besucht wurden, damals zu den herausragenden sportlichen Ereignissen im linksrheinischen Düsseldorf.

Auch die 2. Fußballmannschaft und die B-Jugend des Vereins kamen in dieser Saison zu Meisterehren. Alle Voraussetzungen waren gegeben, in der Bezirksklasse eine achtbare Rolle zu spielen, aber der 2. Weltkrieg zerstörte alle Hoffnungen. Mit wenigen Daheimgebliebenen und mit Heimsoldaten bemühte man sich, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten, der aber dann doch völlig zum Erliegen kam. 1945 galt es wieder, neu anzubauen. Der Verein verband sich zunächst mit dem Heerdter Turnverein von 1896 unter dem neuen Namen “VfL 1896 Düsseldorf linksrheinisch”.

Nach erfolgreichem Neubeginn trennte man sich nach einigen Jahren wieder im guten Einvernehmen und jeder Verein nahm unter dem alten Namen seine Eigentätigkeit wieder auf. Die 1. Mannschaft musste zwar in der Saison 1952/1953 den Abstieg in die 2. Kreisklasse hinnehmen, ihr gelang aber bereits ein Jahr später der Wiederaufstieg. In den folgenden Jahren war man nahe dran, den Sprung in die Bezirksklasse zu schaffen, scheiterte aber jeweils knapp. Nach Abschluss der Saison 1957/1958 war der Aufstieg dann endlich gelungen. Mit klarem Vorsprung sicherte sich die 1. Mannschaft die Meisterschaft in der Kreisklasse. In der folgenden Saison konnte sie sich in der Bezirksklasse halten, musste aber nach der Spielzeit 1959/1960 wieder in die Kreisklasse zurück.

Ein Freudentag ganz besonderer Art war der 25.02.1962. An diesem Tag übergab Ratsherr Wiegandt als Vorsitzender des Sportausschusses dem Verein die neue Sportanlage an der Pariser Straße, nachdem der Verein seit 1956 in vielen Eingaben an die Stadtverwaltung auf den unbrauchbaren Zustand des alten Sportplatzes und auf das verwahrloste Gelände zwischen Sportplatz und Krankenhaus hingewiesen hatte. Sportlich gab es für den Verein in den nächsten Jahren ein auf und ab ohne größere Erfolge oder Misserfolge.

Ende der 60-er Jahre wurde die 1. Mannschaft stark verjüngt. In der Folgezeit stießen einige erfahrene Spieler zu der jungen Mannschaft, die zu einer starken Einheit zusammenwuchsen.

In der Saison 1972/1973 wurde die Meisterschaft als Tabellenzweiter noch knapp verpaßt. Aber die Spielzeit 1973/1974 sollte eine der aufregendsten in der Vereinsgeschichte werden. Durch weitere drei Neuzugänge verstärkt, wurde die 1. Mannschaft Herbstmeister vor dem mit einem Punkt zurückliegenden Rather SV. Am Ende standen beide Mannschaften punktgleich an der Tabellenspitze. Das notwendige Entscheidungsspiel zur Ermittlung des Meisters und Aufsteigers fand am 26.05.1974 auf dem Sportplatz des TVS Gerresheim statt. Vor 1560 zahlenden Zuschauern, darunter 700 - 800 Heerdter Fußballanhänger, gewann die Mannschaft das Spiel mit 1 : 0. Der Aufstieg in die Bezirksklasse war wieder geschafft. Der große Erfolg für den Verein in dieser Saison wurde durch die Reserve-Mannschaft, der schon einmal 1970/1971 der Aufstieg in die 2. Kreisklasse gelang, komplett. Auch sie wurde Meister und Aufsteiger in die 2. Kreisklasse.

Neben dem normalen Spielbetrieb beteiligte sich die 1. Mannschaft in den Jahren 1975 - 1977 mit großem Erfolg an dem Wettbewerb um den Fußballpokal der “Düsseldorfer Nachrichten”, der als inoffizielle Stadtmeisterschaft galt. Gleich 1975 gelang der 1. Mannschaft bei einer Beteiligung von weiteren 47 Vereinen überraschend der Pokalsieg. Dieser wurde am 16.09.1975 belohnt - mit einem Spiel gegen die Bundesliga-Mannschaft von Fortuna Düsseldorf, die sich verpflichtet hatte, gegen den inoffiziellen Stadtmeister anzutreten. In den Folgejahren erreichte unsere 1. Mannschaft mit einem dritten und vierten Platz ein hervorragendes Ergebnis. Unsere 1. Mannschaft konnte in den Folgejahren auf Grund ihrer Spielstarke in der Bezirksklasse weiterhin eine gute Rolle spielen.

Leider musste in der Saison 1983/1984 der Abstieg in die 1. Kreisklasse hingenommen werden, der sich aber bereits schon in der vorherigen Spielzeit abzeichnete. Ein weiter Rückschlag musste durch den Abstieg in die 2. Kreisliga 1987 verkraftet werden. Auf Anhieb wurde jedoch 1988 der Wiederaufstieg geschafft. Durch hervorragende Leistungen während der laufenden Spielzeit ist die 1. Mannschaft in der Lage, am Saisonende zumindest einen Platz im oberen Tabellendrittel zu erreichen.

Besonders stolz war und ist der Verein auf seine Jugendabteilung. Die Trainer und Betreuer leisten hervorragende Arbeit. Eine wertvolle Bestätigung hierfür war die Verleihung einer Anerkennungsurkunde durch die Sepp Herberger-Stiftung in Frankfurt im Jahr 1986, die den Verein für eine bemerkenswert gute Jugendarbeit auszeichnete.

Eine sportbegeisterte Jugend ist die Zukunft unsers Vereins. Unter dem Motto "Kick it social" leben wir den respektvollen Umgang im Sport miteinander.